Geschichte & Architektur

Zur Geschichte

Das Forum Frohner wurde 2007 eröffnet und ist ein Bau des Architekten Lukas Göbl, der sich als zeitgenössischer White Cube in das Ensemble des Minoritenklosters einfügt und gemäß der Idee des Forums (seit der Antike ein Platz/Marktplatz/Treffpunkt) als Ort des Gesprächs und Diskurses zum Minoritenplatz hin offen gestaltet ist.

Im Kontext der Kunstmeile Krems, die ab 2019 neben der Kunsthalle Krems mit der Dominikanerkirche, dem Karikaturmuseum und der Minoritenkirche auch die Landesgalerie Niederösterreich umfasst, versteht sich das Forum Frohner als Ausstellungs- und Veranstaltungsplattform, die durch ihr besonderes Flair und die intime Architektur sowie Frohners Widmung ein offener (Denk-)Raum sein kann. In der Publikation Fünf Jahre Forum Frohner schreibt Dieter Ronte, von 2007 bis 2015 künstlerischer Direktor des Hauses, dazu: „Adolf Frohner wollte dezidiert kein eigenes Museum (nur für tote Künstler), sondern ein Forum, in dem spannende kulturelle Arbeit geleistet werden kann.“ Ebendort schreibt Lukas Göbl zur Architektur: „Die betont einfachen und authentischen Materialien und Formen rufen die ‚Rauheit‘ und ‚subtile Brutalität‘ der Kunst Adolf Frohners in Erinnerung.“ So bleibt Adolf Frohners Ideenwelt in der Programmatik und der Architektur spürbar.

Zur Architektur

Für den Bau erscheint die Synthese von historischer Architektur und zeitgenössischem Anspruch charakteristisch. Das Forum Frohner ist schlicht gehalten, geometrisch und einfach. Auf alles Überflüssige wurde verzichtet, auch Fenster gibt es keine. Die Beleuchtung erfolgt mit steuerbarem Kunstlicht. Farbe und Materialien nehmen Bezug auf die Minoritenkirche ebenso wie auf Frohners Arbeit. So erinnert die Heradesign-Platte der Decke an Frohners Matratzenbilder, während die graue Farbigkeit des Magnesia-Terrazzo-Bodens die reduzierte Koloristik der Minoritenkirche reflektiert.

Publikation: Adolf Frohner. Malerei

Anlässlich des 10-Jahre-Jubiläums des Forum Frohner erscheint das von Dieter Ronte und Elisabeth Voggeneder für die Adolf Frohner gemeinnützige Privatstiftung herausgegebene Werkverzeichnis zu Adolf Frohners Malerei. Die Publikation folgt dem ersten Band Adolf Frohner. Plastik, erschienen im Jahr 2014, in dem Frohners plastisches Werk mit nahezu 250 Objekten dargestellt und die Plastik als impulsgebendes Experimentierfeld seiner Arbeit gezeigt wurde.

Details

Mit der Aufarbeitung seines malerischen Œuvres, das fast 650 Werke umschließt, wurde nun – nach langjähriger Recherche – der Kern seines bildnerischen Wirkens erfasst, mit dem Frohner seit den späten 1960er-Jahren internationale Aufmerksamkeit erlangte. Mit Textbeiträgen zahlreicher Autor/innen wird darin die Bedeutung von Adolf Frohners Malerei aus heutiger Sicht beleuchtet. Die erstmals vorliegende chronologische Auflistung des malerischen Werks bietet die Möglichkeit, neue Schwerpunkte zu finden und Aspekte zu definieren. Ein umfangreicher ergänzender Abschnitt setzt sich mit der Biografie und dem Wirken des engagierten Denkers Frohner auseinander und ist mit einer kompletten Ausstellungsliste und Bibliografie ein wesentlicher Schritt in der kunsthistorischen Aufarbeitung des vielfältigen und umfangreichen Gesamtwerks von Adolf Frohner.

Titel: Adolf Frohner. Malerei. Werkverzeichnis Band 2
Herausgeber: Dieter Ronte, Elisabeth Voggeneder 

Verlag: Kerber Verlag Erscheinungsjahr: 2017 
Format: 28 × 23 cm 
Bindung: Hardcover 
Sprache: Deutsch 
ISBN: 978-3-7356-0241-1 
Seiten: 328 
Textbeiträge: Brigitte Borchhardt-Birbaumer, Wolfgang Drechsler, Dieter Ronte, Florian Steininger und Elisabeth Voggeneder sowie ein Interview mit Peter Baum 
Verkaufspreis: € 65

Der Künstler beginnt dort, wo für andere die Fakten enden.

Adolf Frohner

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Innenansicht Forum Frohner

© Kunstmeile Krems, Foto: Christian Redtenbacher

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